Marcs Coming Out Tagebuch
   


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    Sonntag, 29. Oktober 2006

    Tagebucheintrag vom 29. Oktober 2006

    Aua, da ist bei der Bestellung beim Universum etwas schiefgelaufen: Irgendwie war ich heute noch zu kaputt von gestern und nicht in der Stimmung, den Oldenburger kennenzulernen, und habe bei einem Spaziergang im Wald beim Universum bestellt, dass er absagt. Nachdem er zunächst eine SMS schrieb, dass er gleich losfahren würde, kam kurz darauf eine hinterher, in der er schrieb, dass in der Firma eingebrochen und Rechner geklaut wurden, er müsse da jetzt hin und sein Urlaub sei auch gestrichen. So hatte ich das nun auch nicht beabsichtigt. Ich hatte extra noch "so oder besser zum Wohle aller" hinterhergesagt, aber irgendwie hat das nicht so richtig gewirkt. Da muss ich mehr aufpassen. Ich habe nun bestellt, dass sich da alles zum Guten wendet.

    Onkel und Tanze von mir aus Köln haben heute angerufen und ich hatte sie zufällig am Telefon, als ich noch in Ostercappeln war. Sie fragten unter anderem, ob ich eine Freundin hätte. Ich habe nur "nein, habe ich nicht" gesagt, woraufhin Konrad noch meinte, es wäre auch besser, erst das Studium fertigzumachen, und es sei ja auch wohl nicht so einfach, eine zu finden, von dem was man so höre. Ich hatte keine Lust, da noch was zu zu sagen. Es wundert mich nur, dass sie noch nichts vermuten, wo sie doch in bzw. nahe bei Köln wohnen und auch schon beim CSD waren. Oder sie trauen sich nicht zu fragen. Aber sonst nehmen sie doch auch kein Blatt vor den Mund. Wenn ich mal einen Freund habe, werde ich auf solche Fragen "nein, aber einen Freund" antworten.

    Die con3-Party lief gestern nicht so gut. Wir sind wohl gerade eben so in die Gewinnzone gerutscht, aber wirklich haarscharf. Rechnet man den Arbeitsaufwand für die Werbung und Vorbereitung hinzu, ist es ein Verlust gewesen. Wir planen erstmal außer der schon beworbenen Party am 30.12. keine weitere und warten ab, wie diese nächste und evtl. letzte laufen wird. Der DJ, hat aber seinen Job sehr gut gemacht, auch sonst waren die meisten Leute zufrieden. Mein schwuler Mitorganist und sein Freund waren das erste Mal dort und es gefiel ihnen auch sehr gut. Alle Gäste waren aber auch sehr früh weg, so dass wir um 3 Uhr schon langsam zum Ende kamen (Musik runterfahren und mit Aufräumen angefangen). Da waren auch nur noch Freunde und Bekannte der Organisatoren/Helfer da. Dabei war die Nacht sogar eine Stunde länger wegen der Zeitumstellung, aber das konnten wir garnicht mehr ausnutzen. Im Bivalent soll es voll gewesen sein und zwei so Obertucken wollten deswegen ihr Geld zurück, aber das habe ich ihnen verweigert. Wo kämen wir da hin.

    Flo hatte noch ein besonderes Erlebnis: Plötzlich kamen ein Kollege, eine Kollegin (mittlerweile Ausbildungsleiterin, aber noch nicht zu seiner Ausbildungszeit) und ein weiterer rein. Ihm rutschte gleich der Name des Kollegen raus (der auch durchaus gut aussieht), der guckte erstmal weg. Die drei diskutierten dann eine Weile, ob sie reingehen sollten. In der Zeit kam ich dazu und Flo klärte mich kurz auf und überließ mir die Kasse. Die drei gingen dann auch rein, später gesellten sich noch weitere zu ihnen, und Flo traute sich erst nicht, sie anzusprechen, obwohl sie ihn ja auch schon gesehen hatten.

    Als sie gingen, fing er den süßen Kollegen vorm Klo ab, der ging aber an ihm vorbei, erwiderte nur leise den Gruß aber blieb nicht stehen und wollte offensichtlich nicht mit Flo reden. Er weiß nun nicht, was er davon halten soll. Ich vermute ja, der Kollege ist schwul und ist sich noch nicht so ganz mit sich selbst im Reinen und noch gehemmt bzw. war mit der Situation erstmal überfordert. Irgendwann werden sie sich aber nochmal aussprechen müssen.


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