Nachdem wir das Hotel geräumt hatten, sind wir ins Bermudadreieck in Köln gegangen. Ich war dort noch nie, und Flo hat uns die wichtigsten Locations gezeigt. War sehr nett, dort vorm Barflo-Cafe zu sitzen und zu schauen, wer da so vorbeiläuft (überwiegend schwul).
Mittags bekam ich auch endlich Antwort von Lars: "Hm, ja, vorbeikommmen...also, wie Du es formuliert hast - 'erstmal sacken lassen' - ist glaub ich genau das richtige, wenn das für Dich ok ist...am Dienstag kommt eh meine Mutter vorbei - die will auch mal betreut werden ;-)"
Ich hab ich gerade (wieder zuhause angekommen) noch eine längere Antwort geschrieben:
"Zum Thema "Sacken lassen": Soweit erstmal kein Problem. ICh fänds nur schade, wenn der Kontakt einschliefe, weil wir ja doch eine ganze Menge Gemeinsamkeiten haben und uns sehr gut verstanden haben, wie ich finde. Ich habe leider jetzt keine Ahnung, wie Du so den letzten Montag empfunden hast, auch im Nachhinein, aber für mich war das ein sehr schöner Abend, auf dem ich gerne aufbauen würde, ohne eine konkrete Richtung vorzugeben.
Sprich, ich fänds schön, wenn wir uns mal wieder treffen, ganz ohne Hintergedanken: uns unterhalten, vielleicht durch die Stadt laufen, nen Film gucken oder sowas. Zu allem weiteren gehören ja eh immer zwei dazu, und ich finde, da sollte man dann einfach klar sagen, wenn man etwas nun gerade nicht möchte bzw. findet, dass eine Grenze überschritten wird. Ich bin erstmal weiterhin für alles offen, aber auch nicht beleidigt, wenn das bei Dir anders aussehen sollte.
So, genug der Worte, lass es sacken :-)
Ich freu mich jederzeit, wenn Du auf mein Angebot eingehst, es ist aber auch okay, wenn Du es ablehnen oder erstmal noch darüber nachdenken möchtest. Es wär auf jeden Fall nett, wenn Du mich über den Fortgang Deiner Gedankengänge etwas auf dem Laufenden hältst, egal in welche Richtung sie laufen. Ich weiß halt gern, woran ich bin ;-) Da ich im Prinzip bislang jedesmal einen Korb bekommen habe, wenn ich mehr wollte als sich erstmal so spontan ergeben hatte, bin ich daran gewöhnt, also keine falsche Rücksicht *g*"
Nun bin ich gespannt auf Antwort.
Einen kurzen Schreckensmoment gab es noch in Köln: Ben fand seinen Autoschlüssel nicht und meinte, er habe ihn verloren. Mir fiel ein, dass er nochmal zum Auto zurückgegangen war und fragte, ob er ihn vielleicht einfach im Auto gelassen haben könnte. Und wirklich: Das Auto war offen, aber nichts geklaut, obwohl unser ganzes Gepäck drin war. Es hätte sogar jeder damit wegfahren können, weil der Schlüssel auf dem Beifahrersitz lag. Ben meinte, er schütze sein Auto jedesmal wenn er es stehen lässt, indem er eine geistige Schutzhülle überzieht oder sowas (letztlich es beim Universum bestellt). Dieses Thema mit den Bestellungen hatten wir auch sehr viel am Wochenende, weil einer aus unserer Truppe das noch nicht kannte, und ich habe mir die Fortsetzung des Buches gekauft, die über Reklamationen handelt, da ich ja noch nicht zum Ziel gekommen bin, einen Freund zu finden.
