Marcs Coming Out Tagebuch
   


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    Freitag, 17. Februar 2006

    Tagebucheintrag vom 17. Februar 2006

    Letzte Nacht konnte ich lange nicht einschlafen und musste an Sebastian denken. Heute Nachmittag wars auch wieder recht schlimm und ich fühlte mich total veknallt. Das hing auch stark damit zusammen, dass er sich im Chat nicht so verhielt, als ob er das begriffen hätte, ich fühlte mich nicht so recht ernstgenommen. Zeit hatte er auch nicht für mich, da er sich wieder um seine Hete mit Liebeskummer kümmern wollte. Und ich stand da mit meinem eigenen Liebeskummer, der sogar von ihm verursacht war, und hätte es in meinen Augen viel nötiger.

    Als seine letzte Message bei mir nicht so toll ankam (er wünschte mir noch einen schönen Abend, mit nem Smiley, obwohl ich angedeutet hatte, wie es mir geht), schrieb ich eine SMS, in der ich meine Verärgerung über seinen Kommentar und sein Nichteingehen auf meine Gefühle zum Ausdruck brachte. Das veranlasste ihn zu einem Anruf, und da habe ich ihm dann sehr offen und genau geschildert, wie ich empfinde. Währenddessen kamen mir wiederholt die Tränen, mein Gesicht war nachher tränennass.

    Das Gespräch hat aber sehr geholfen: Es ging mir danach viel besser. Und er weiß nun, wie ich empfinde. Allerdings hatte er damit weder gerechnet noch sich schon Gedanken in so eine Richtung gemacht, weshalb er erstmal garnichts dazu sagen konnte und sich Gedanken darüber machen will. Montag wollen wir uns dann endlich mal treffen und darüber sprechen. Wahrscheinlich sehe ich ihn auch morgen auf der Party.

    Ansonsten wurde heute mein Kollege fristlos entlassen, wobei er gegen das fristlose vor Gericht angehen wird. Abzusehen war das zwar fast, da er zunehmend Ärger mit der Chefin hatte, aber dennoch etwas unerwartet und vor allem ärgerlich, weil ich damit auf der Arbeit sitzen bleibe.


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