Marcs Coming Out Tagebuch
   


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    Mittwoch, 15. Februar 2006

    Tagebucheintrag vom 15. Februar 2006

    Morgens hat Sebastian gleich geantwortet, wenn auch zunächst wieder nicht so, wie ich es gerne gehabt hätte:

    Sebastian: guten morgen marc-du bist verunsichert? mein tagesplan verlief gestern wirklich etwas chaotisch-ich gebe zu...aber da ich momentan einfach gern spontan bin und nicht so gern plane-passiert es manchmal, dass sowas wie gestern dabei rauskommt...lasse das leben momentan einfach ein wenig auf mich zukommen und schaue, was alles so passiert-und wer... hast du denn gut geschlafen und den valentinstag noch überlebt;-) einen lieben gruß vom Sebastian

    Ich: moin, ja, irgendwie hab ichs geschafft ..

    Sebastian: gut:-) dann ist doch alles in butter;-)

    Ich: weiß nicht

    Sebastian: hmmm, du klingst wirklich ein wenig traurig oder so, kann es nicht genau sagen

    Ich: ja, ich denke das trifft es. bzw. noch immer verunsichert

    Sebastian: hmmmm, allgemein oder in bezug auf mich?

    Ich: es mag an mir liegen, dass ich mal wieder viel zu kompliziert denke, aber wirklich klar war deine Message vorhin noch immer nicht für mich. Was wolltest du mit dem "was auf mich zukommt - und wer" ausdrücken?

    Sebastian: hey, du machst dir wirlich zu viele gedanken denke ich;-)

    Ich: das war schon immer mein Problem ;-(

    Sebastian: hmmmm, dann stopp, aufhören damit:-) und einfach mal weniger denken:-)

    Dann wurde ich etwas klarer und es klärte sich einigermaßen auf:

    Ich: es ist halt so, dass ich dich ziemlich mag, obwohl wir uns ja noch kaum gesehen haben. Und dass ich dann einfach geneigt bin, überall einen viel zu tiefen sinn reinzuinterpretieren *g*
    Sebastian: du bist sehr offen und direkt...auch mit komplimenten und gesten, das ist etwas was ich sehr sehr schätze... und das mit dem reininterpretieren..naja, manchmal liegt man richtig, manchmal falsch, das weiß man erst, wenn man jemanden besser kennt;-))))

    Ich: dann hoffe ich, dass ich Gelegenheit bekomme ;-)

    Sebastian: mal etwas zum nichtinterpretieren müssen-weil eindeutig: ja

    Mehr war dann erstmal nicht, ich musste zur Arbeit und er war tagsüber auch weg. Es hat mich aber erstmal beruhigt. Er mag mich und hält noch alles offen.

    Philipp, unser neuer Praktikant, hatte heute seinen ersten Arbeitstag. Später kam auch noch ein anderer Kollege in Büro. Ich hatte dann irgendwann einfach Gayromeo offen, und er muss das auch gesehen haben, da er genau auf meinen Bildschirm guckte, während ich im Putty etwas tippte, aber im Hintergrund sehr offensichtlich Gayromeo offen hatte (das Putty überdeckte nur einen kleinen Bereich). Gesagt hat er nichts, angemerkt habe ich ihm auch nichts.

    Philipp hat es vermutlich auch gesehen, als wir weggingen und ich mich abmeldete. Auch da keine Reaktion. Ich vermute aber, dass er meine Homepage eh schonmal aufgerufen hatte oder sonst was von mir im Netz gefunden hat und eh Bescheid weiß.

    So, und nun freue ich mich auf den Stammtisch morgen, wo ich wohl Sebastian wiedersehen werde!


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