Marcs Coming Out Tagebuch
   


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    Sonntag, 12. Februar 2006

    Tagebucheintrag vom 12. Februar 2006

    Gestern morgen beim Betreten der Firma hielt mir der nette Hausmeister- Vertreter die Tür auf, und kam auch später bei seiner Runde bei uns vorbei. Ich hörte ihn schon nebenan und habe schnell ein wenig in Gayromeo herumgesurft. Er kam kurz rein, meinte "ach hier ist ja noch jemand", grinste mich an, und ging wieder raus. Ich konnte nicht erkennen, ob er Gayromeo erkannt hat. Vielleicht deswegen das grinsen, aber das kann auch nur einfach so gewesen sein. Mein Kollege meinte, ich sei ziemlich verschlagen, gerissen, und würde fiese Fallen stellen.

    Sebastian rief mich auch an und meinte, er sei schon in Münster, würde aber zur Party kommen. Da kam er auch gleich auf mich zu, jetzt konnte ich ihn auch schon besser Drücken, bisher war er da immer noch recht zurückhaltend gewesen. Das bessert sich aber auf jeden Fall. Später hat er aber viel mit anderen geredet und getanzt und irgendwann war er einfach weg. Vielleicht hatte er uns nicht auf die Schnell gefunden, wir waren oben im House-Floor. Auf der Rückfahrt habe ich die ganze Zeit mit Jens über Regelungs- und Steuerungstechnik sowie Quantenphysik geredet. Unser weiterer Mitfahrer muss uns für verrückt gehalten haben, nachts um 4 Uhr nach der Party.

    Mein Herpes wird dank starker Pflege mit der Freitag gekauften Creme langsam besser. Aus einem Infoheft aus der Apotheke habe ich gelernt, dass 80% der Menschen mit Herpes infiziert sind, aber er nur manchmal ausbricht, z.B. in Stresssituationen. Man soll auf Oralsex verzichten, weil er sich sonst aber noch auf die Geschlechtsteile übertragen kann. Küssen ist dann ansich aber wohl nicht ganz so gefährlich wie ich dachte, da für vier Fünftel der Männer ja egal. Es las sich nicht so, als ob was passiert, wenn der andere schon infiziert ist, aber momentan keine Probleme damit hat.

    Auf der Party hatte Ben mich massiert, weil es mich am einen Schulterblatt ziemlich schmerzte. Das hat auch wunderbar geholfen, damit hatte ich dann gar keine Probleme mehr. Heute abend hat er mich auch nochmal ein wenig bearbeitet, nachdem ich tagsüber schon Kopfschmerzen hatte, sicher auch wegen der Verspannungen.

    Heute war ich abends mit Jens und Ben in der Kirche in meinem Heimatort, die Orgel anschauen und ausprobieren. Jens ist völlig begeistert von der Orgel und auch von meinem Orgelspiel. Er selbst kann aber auch toll improvisieren und hat mich zu einigen interessanten Ideen inspiriert, die ich dann umsetzte. Auf dem Weg in die Kirche waren wir noch bei uns zuhaus vorbeigefahren. Die beiden haben sich mit Mama auch gut unterhalten.


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