Gestern im Chat schrieb mir Matthias, als es um seine neue Arbeitsstelle ging: "jetzt bräuchte ich wieder so ein bisschen halt ,in arm oder so. einfach mal fallen lassen." Ich bot ihm direkt an, dass er den von mir bekommen könnte, und er ging dann auch direkt auf mein Angebot ein, dass er ja eben vorbeikommen könnte. Marvin schrieb ich davon, der meinte gleich "kein Sex, außer es geht von ihm aus". Hatte ich aber eh nicht vor. Ich wollte vor allem für Matthias da sein, ihm jemanden zum Ausweinen und zum Anlehnen bieten.
Die Situation gab mir dann auch jetzt die Möglichkeit, ihn in die Arme zu nehmen und beim Reden den Arm um ihn zu legen. Später haben wir dann am Tisch weitergeredet, er auf dem Stuhl, ich im Sessel. Ich räkelte mich etwas und er legte seine Füße hoch, zwischen meine Beine. Teilweise kitzelte er mit seinen Zehen an meinen Beinen, schon fast im Schritt herum. Als ich ihn belustigt darauf hinwies, dass mich das ja schon bald wuschig mache, sog er sie erst zurück, aber nach ein paar Minuten nahm er erst meine Hand und beugte sich dann herüber und küsste mich. Ich kam zu ihm mit auf den Stuhl (umgekehrt auf seinen Schoß) und wir knutschten erst einmal eine Weile herum und gingen uns auch schon unters Shirt. Dann musste ich auf Toilette und meinte dabei auch so, dass wir besser nicht weitergehen sollten und uns dafür Zeit lassen sollten. Das bestätigte er, und machte sich dann auch langsam auf den Weg (war über dem ganzen Reden fast 2 Uhr Nachts geworden). Zum Abschied gab es noch einen langen Kuss, der mit jetzt viel schöner vorkam. Ich brauche immer eine gewisse Zeit, um mich fallen lassen zu können, außerdem war die Position im Stehen angenehmer für mich als auf dem Stuhl, und ich musste nun keine Gedanken mehr daran verschwenden, ob ich mit ihm schon ins Bett wollte oder nicht.
Ich halte meine Gefühle aber noch im Zaum. Zwar habe ich es in Bauch und Brust ganz gut gespürt, als er bei mir war, aber ich hatte hinterher nicht das Gefühl, nun eine Möglichkeit auf Sex verpasst zu haben. Ich kann mich erstaunlich gut mit dem Gedanken anfreunden, mir dabei Zeit zu lassen und nichts zu überstürzen. Wahrscheinlich unterdrücke ich meine Gefühle, um eventuelle Enttäuschungen oder Kummer wegen des erforderlichen Wartens zu vermeiden. Das gelingt auch ganz gut, weil es Kleinigkeiten gibt, die mich an ihm stören, und auf die ich mich statt der positiven Dinge konzentrieren kann.
Heute war ich auch froh, dass ich mich gestern so zurückhaltend verhalten habe, da Matthias mir schrieb: "bin jetzt wieder so bisschen durch den wind. kann jetzt keinen vernünftigen gedanken fassen. ich brauch wieder ein bisschen zeit. die ganze umstellung schmeisst mich doch so ein bisschen aus der bahn. dann gestern abend mit dir das küssen, war doch überwältigt. in der firma muss ich mich einleben. das ist doch wohl alle zuviel für mich."
Wenn ihn schon das Küssen so überwältigt hat, war es gut, dass wir nicht weiter gegangen sind. Ich habe ihm geantwortet, dass er sich die Zeit nehmen soll, die er braucht, dass ich aber auch für ihn da bin, wenn er wieder jemanden zum Reden, Kuscheln oder was auch immer braucht. Ben meint, wenn er sowas schreibt, dann sei er sicher total verknallt in mich, wolle das aber noch nicht so recht zulassen.
Mit Jens habe ich die Party im Con3 weitergeplant. Wir wollen den Stammtisch nächsten Donnerstag dorthin verlegen und uns das genauer anschauen. Mal sehen, ob er DJ dann auch Zeit hat, das wär perfekt. Ich verfasse mit Jens schonmal einen Text, den ich dann an Hinnerk und Exit schicken kann. Flyer können wir in Kooperation mit dem Con3 gestalten, die haben dann eigene Werbung auf der Rückseite. Von den Kosten sind die uns sehr entgegen gekommen und verzichten auf die meisten Mietgebühren.
