Marcs Coming Out Tagebuch
   


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  • Gewinnerstorys des Herzrasen-Schreibwettbewerbs


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    Sonntag, 11. Dezember 2005

    Tagebucheintrag vom 11. Dezember 2005

    Gestern der Queer Gottesdienst war sehr schön und hat gut geklappt. Meine Eltern und meine Schwestern waren da, außerdem einige vom Stammtisch sowie einige Lesben. Insgesamt ca. 30-35 Personen.

    Max hat sich noch eine ganze Zeit mit meiner Mutter und Schwester unterhalten. Mama heute: "Der redet ja ganz schön viel und hört garnicht wieder auf". Aber nett fanden sie ihn wohl, auch die anderen. Meine Schwester war von Frank begeistert, weil der so nett und gemütlich ist und sie an einen Arbeitskollegen erinnert. Laut Mama hat sich wohl eine Lesbe für meine Schwester interessiert, was die aber garnicht so recht bemerkt hatte.

    Abends war ich noch mit Jens in Münster zur Emergency-Party. Auf dem House-Floor hat ein total süßer DJ aufgelegt und auch sehr geile Musik gemacht. Ich muss mal den anderen DJ wegen der Gay in May Benefizparty fragen und ihn dabei auch gleich auf den House-DJ ansprechen. Vielleicht finde ich ja seinen Gayromeo-Namen oder ähnliches heraus. Es waren auch noch einige andere süße Jungs dort. Mich sprach ein nicht so attraktiver an, ob ich allein da wäre bzw. ob ich da allein versauern wolle. Ich hab ihm beides nur sehr einsilbig mit Nein beantwortet und bin dann auch mit Jens nach Hause gefahren.

    Eine Mit-Organistin erzählte heute, dass der Freund ihrer Tochter einen Kollegen hat, der auch schwul ist, wo die Mutter gestorben war, und der sich dann bei seinem Vater geoutet hatte, der daraufhin den Kontakt abgebrochen hatte. Nun steht er ganz ohne Eltern dar. Er kümmert sich jetzt ein wenig um diesen Kollegen, der aber auch wohl einen Freund hat. Die Organistin hat mit ihrer Familie über mich gesprochen, dort bin ich also geoutet. Selbst hatte ich es nur ihr selbst erzählt. Wir haben danach dann noch über den Sommersturm-Abend kürzlich in der Kirchengemeinde gesprochen, und wie die Reaktionen waren.


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    2005
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